Workshop „HeimArt – Kunst als Statement der Zugehörigkeit“

Statement schreiben - Foto vom HeimArt-Workshop am 23.10.2022. Foto: bisi-kassel.de
Ein Statement schreiben. Foto: bisi-kassel.de

Kunst bietet Jugendlichen mit kulturellen Mehrfachzugehörigkeiten viele Möglichkeiten, für ihr Identitätsbewusstsein, ihre Fragen zu Heimat und Zugehörigkeit, für ihre Vielfalt- und Rassismus-Erfahrungen einen Ausdruck zu finden. Das haben 13 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren im Workshop „HeimArt – Kunst als Statement der Zugehörigkeit“ am 23. Oktober 2022 ausprobiert und Texte zu den Themen geschrieben, die die Jugendlichen dann mit Film, Fotografie oder einem Auftritt zu Statements verarbeiteten.

„Dynamische Kultur Deutschlands!“

Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe „Dynamische Kultur Deutschlands!“, die die BiSI – Bildung und Soziale Innovation gGmbH im Kasseler Studienhaus Eberhardt anbietet. BiSI-Geschäftsführerin Hacer Toprakoglu: „Der Workshop gibt den Jugendlichen mit kulturellen Mehrfachzugehörigkeiten die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Gedanken zu wichtigen Lebensthemen sichtbar zu machen und in die gesellschaftliche Diskussion mit einzubringen.“

Ausdruck finden

Workshop-Leiter Khalid Bounouar - Foto vom HeimArt-Workshop am 23.10.2022. Foto: bisi-kassel.de
Workshop-Leiter Khalid Bounouar. Foto: bisi-kassel.de

Angeleitet wurden die Jugendlichen durch Khalid Bounouar, deutschlandweit bekannter Künstler, Lyriker, Mitglied des Ensembles „Rebell Comedy“ und Islamwissenschaftlerin Hanna Attar; sie ist Projektmanagerin bei CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit. „HeimArt“ startete mit einem offenen Austausch über die individuellen und subjektiven Erfahrungen und Empfindungen der Jugendlichen zu Heimat, Zugehörigkeit und Rassismus. Verschiedene Videos von Musiker:innen, Rapper:innen und „Rebell Comedy“ zeigten anregende Statements zu den Themen Heimat und Kultur. Auch Hanna Attar und Khalid Bounouar brachten ihre Erfahrungen und Perspektiven mit ein.

Khalid Bounouar trug zudem eigene Gedichte und Texte vor. Er leitete dann dazu an, eigene Texte zu schreiben. Die Jugendlichen lernten mit verschiedenen Methoden – wie beispielsweise „Freewriting“ –, ihre Erfahrungen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Sie verarbeiteten in den Übungen neben Themen wie Rassismus, Heimat und Identität auch Themen wie Freundschaft, Schule und Freizeit. Khalid Bounouar vermittelte den Jugendlichen, dass Kreativität und freies Schreiben auch hilfreich beim Umgang mit Gefühlen sein kann. Zum Abschluss des Workshops gestalteten die Jugendlichen in Gruppenarbeit die entstandenen Texte mit verschiedenen Medien, zum Beispiel durch einen Film oder einen Auftritt. Die Ergebnisse wurden zum Abschluss des Workshops der gesamten Gruppe vorgestellt.

Empowerment

„HeimArt – Kunst als Statement der Zugehörigkeit“ motivierte die Jugendlichen, sich mit ihren Talenten und ihrem Sein einzubringen und sich als Teil der Gesellschaft zu sehen. Dabei lernten sie Kunst als ein bewährtes Mittel kennen, mit Diskriminierung und Ausgrenzung umzugehen und vor allem auf beides aufmerksam zu machen. Dafür waren Khalid Bounouar und Hanna Attar motivierende Vorbilder. Der Workshop bot den Jugendlichen mit kulturellen Mehrfachzugehörigkeiten eine Art Empowerment und einen Raum, um über Identität, Rassismus, Diskriminierung und Herkunft zu sprechen.

Präsentation

Vom 28.11. bis 20.12.2022 wurden die Themen und Inhalte des Workshops im Studienhaus Eberhardt ausgestellt. Die Präsentation bot den Besucher:innen Einblicke in die Arbeit mit den Jugendlichen und ihren Perspektiven und Gedanken.

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